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Scham oder der Blick der Männer

Scham – oder der Blick der Männer

 

Über das komplexe Thema der menschlichen Scham gibt es ganze psychologische und soziologische Abhandlungen, zum Beispiel das Standardwerk „Nacktheit und Scham“ von Hans Peter Dürr.

Eigentlich müssten wir uns doch nur schämen, wenn wir etwas Schlechtes oder Blödes getan haben. Die körperliche Scham ist rational nicht wirklich zu erklären; je länger wir darüber nachdenken, umso weniger verstehen wir sie. Dennoch gibt es sie bei Erwachsenen und Kindern, in allen Kulturen und in ganz unterschiedlichem Kontext. Sie ist offenbar natürlich vorhanden, doch wir sind heute „aufgeklärt“ und hinterfragen ihren Sinn immer häufiger.

Merkwürdig – oder fast schon absurd – ist, dass junge attraktive Menschen die grösste Scham haben, ihren Körper nackt zu zeigen, in der Sauna zum Beispiel oder beim Baden. Vielleicht liegt das daran, dass wir mit zunehmendem Alter und Abgeklärtheit dem jugendlichen Idealbild sowieso immer weniger entsprechen und deshalb eh nichts mehr zu verlieren haben. Auf jeden Fall sind wir heute in unserer übersexualisierten Zeit offenbar weniger tolerant (mit uns selbst) als noch vor zwei oder drei Jahrzehnten.

Scham – oder der Blick der Männer

Aber was bedeuten diese theoretischen Überlegungen nun ganz konkret und praktisch für unsere TantraYoga-Stunden? Wofür müssen, sollen oder dürfen wir uns schämen? Natürlich musst Du Dich bei uns nur für schlechtes unpassendes Verhalten oder für mangelnde Hygiene schämen, nicht wegen Deines Körpers und auch nicht wegen mangelnder Yoga-Erfahrung. Wir nehmen alle Menschen genau so, wie sie sind. Niemand soll sich schämen – weder für blasse Haut, Fettpölsterchen, einen verschrumpelten Hodensack oder krummen Schwanz, kleine Brüste, hängende Brüste, Orangenhaut, Achselhaare, schiefe Zähne oder ein Glasauge. Nicht einmal für eine Erektion muss Mann sich schämen, wenn sie während der Stunde auftaucht.

Eine angenehme geborgene Stimmung für alle ist uns wichtig, genau wie im finnischen Saunaspruch „tule sellaisena kuin olet“ („Komm, wie Du bist!“). Trotz dieser offenen toleranten Stimmung in unseren Stunden kann es doch vereinzelt mal vorkommen, dass sich Frauen dem Blick der Männer (oder wohl eher eines einzelnen Teilnehmers) ausgeliefert fühlen. Es ist halt so: Männer sind häufig sehr visuell gesteuert und lassen sich von Brüsten ablenken. Gewisse Männer können dann nicht mal mehr einfach nur mal einen dezenten Blick riskieren, sondern driften ins Glotzen ab.

Scham – oder der Blick der Männer

Die Lehrerin merkt dies in der Regel sehr schnell, wenn sich jemand nicht mehr auf die Übungen konzentrieren kann und gedanklich abschweift. Sie wird dann entsprechend die Intensität der Übungen erhöhen oder neue Übungen beginnen, die den Fokus aller Teilnehmer wieder auf sich selbst lenken. Oder sie wird die betreffende Person direkt ansprechen und in seine Aufmerksamkeit zurückführen. Wir wollen, dass es allen Kursteilnehmern wohl ist in unseren Stunden. Es ist uns bewusst, dass nacktes Yoga am Anfang Überwindung braucht, gerade in gemischten Gruppen. Aber es lohnt sich: Das Erlebnis ist sehr befreiend!

Und übrigens: Bitte sprecht nicht mehr von Schamhaaren, Schamlippen oder generell von der Scham, wenn ihr die Gegend der Geschlechtsorgane meint – nennt sie zum Beispiel lieber grosse und kleine Scheidenlippen, sprecht von Intimbehaarung oder Geschlechtshaaren. Denn zum Schämen gibt’s dort nun wirklich gar keinen Grund! Aber die vielen Bezeichnungen für unsere liebsten Körperteile sind ein ganz anderes Thema – vielleicht mal für einen anderen Blogartikel …

2 comments… add one
  • Daniel Feb 3, 2019 @ 8:26

    Ich denke das für ein Mann, der anblick eines nackten weiblichen körper, ein sehr sinnlich, erregender und schöner anblick ist. Die fremde weibliche haut ist sehr anziehend. Da geht einem mann schonmal die fantasie durch und man möchte am liebsten jeden cm entdecken und fühlen.

  • Tobias Feb 3, 2019 @ 20:13

    Lieber Daniel,
    das hast Du sehr schön formuliert. Vielen Dank dafür.
    Ich kann Dir als Mann und aus meiner Erfahrung 100% folgen.
    Unsere Aufgabe ist es, diese Schönheit, diese sinnliche Entzückung auf uns wirken zu lassen. Ohne dabei bedürftig zu werden. Damit stark zu werden.
    Diese Energie in uns ist wie ein Brunnen, voll Honig und Nektar, den wir fliessen lassen sollen und dabei zu schmelzen, zu wachsen und ein natürliches Geschenk für diesen weiblichen Körper zu sein 😉

    Das wollen und versuchen wir immer wieder auf ein neues in unseren TantraYoga Gruppen zu lehren und den Raum dafür zu öffnen.
    Wenn dann halt keine Frau im Raum ist, haben wir die Möglichkeit uns auf uns zu konzentrieren.
    Weil das will auch gelernt sein, weil wenn mehrere Frauen in der Gruppe sind, Du die Möglichkeit hast, trotzdem bei Deiner TantraYoga Praxis und dem Fokus bleiben kannst.

    Stay tuned 😉

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