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Sexuelle Probleme in der Partnerschaft ansprechen, ohne Druck auszuüben

Wie kann man sexuelle Probleme in der Partnerschaft ansprechen, ohne Druck auszuüben

Vielen Paaren kommt die Situation vielleicht bekannt vor, dass sie sich an einer bestimmten Stelle in der gemeinsamen Sexualität unzufrieden fühlen. Nicht selten empfinden Männer und Frauen dann sich selbst und vor allem auch den Partner als  nicht „gut“ beim Sex. Sie sprechen dann von „sexuellen Problemen“ in ihrer Partnerschaft. Doch was ist eigentlich ein sexuelles Problem in der Partnerschaft? Gibt es das überhaupt? Und wie könnte eine Lösung aussehen?

Um es vorweg zu nehmen: Ich denke, dass es so etwas wie ein „sexuelles Problem“ gar nicht gibt. Vielmehr ist es die Art und Weise, wie ich meinem Gegenüber meine Bedürfnisse vermittle, die mir selbst manchmal noch gar nicht bewusst sein können. Und ein  sogenanntes Problem ist das Wahrnehmen der Diskrepanz zwischen meinem Bedürfnis und des nicht erfüllt werden meines Bedürfnisses.

Gehen wir jedoch zusammen einen Schritt zurück. Für mich ist Sex eine Form der Kommunikation. Kommunikation wiederum ist eine Möglichkeit – die Möglichkeit, sich selbst auszudrücken. Eine der vielen Optionen, sich zu zeigen. Und da stellt sich die Frage, wie mache ich das eigentlich? Wie möchte ich gesehen und wahrgenommen werden? Wie kann ich mich meinem Gegenüber so kommunizieren, dass er eine Chance hat mich zu verstehen?

Wie kann man sexuelle Probleme in der Partnerschaft ansprechen, ohne Druck auszuüben

Ein Satz, den ich im Austausch und Gesprächen schon sehr oft von Menschen mit Penissen gehört habe, ist die Behauptung, dass er oder sie nicht oder nicht gut Blasen könne. Umgekehrt erleben auch Frauen ihr Gegenüber als jemanden, der noch viel Übung braucht, um sie ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechend zu befriedigen.

Es ist sehr verlockend, zuerst bei seinem Gegenüber die Fehler zu sehen, anstatt sich zu fragen, was man selbst dazu beitragen kann, um seine eigene Situation zu verbessern. Auch neigen viele dazu, die Verantwortung für ihr Wohlbefinden im Aussen zu suchen, und so oft auf den Partner zu übertragen. Damit wird die Verantwortung für gelungenen Sex auf den Partner übertragen, anstatt selber in die Verantwortung zu gehen. Der Partner soll also der Grund sein, dass der Sex nicht so schön ist, wie er vielleicht sein könnte.

Doch wie gelingt es mir, gemeinsam mit meinem Partner eine erfüllte und für alle Beteiligten bereichernde Sexualität zu kreieren und zu leben? Wie gelingt es mir, mich so zu öffnen, dass ich meine Bedürfnisse – und die haben wir alle – kommunizieren kann?

Wie kann man sexuelle Probleme in der Partnerschaft ansprechen, ohne Druck auszuüben

Als ersten Schritt empfehle ich, das oft negativ besetze Wort „Problem“ aus dem Wortschatz zu verbannen. Benennt es um und ersetzt es z.B. mit dem Wort „Thema“ oder Bedürfnis. Das schafft einen Perspektivwechsel und Paare  sehen sich vor einer Aufgabe, für die es durchaus gemeinsame Lösungen gibt, auch wenn diese zuerst einmal nicht sichtbar sind.

Eine zweite Möglichkeit, das „Problem“ zu entschärfen und damit seine Wirkung zu verkleinern ist, den eigenen Fokus zu verändern. Häufig ist der Fokus darauf gerichtet, dass etwas nicht oder noch nicht da ist. Dieser gefühlte Mangel stellt das Thema dar. Man kann sich allerdings auch an die Dinge halten, die schon da sind, diese feiern und genießen. Eine weitere Möglichkeit ist es, seine Gewohnheiten zu verändern. Wenn zum Beispiel die Sexualität ausschliesslich im Schlafzimmer stattfindet, kann es ein Weg sein, neue Orte auszuprobieren. Wichtig ist es, den Partner und sich selbst bei seinen Wegen zu unterstützen, zum Beispiel über Flirten. Flirten ist toll, den anderen Komplimente machen, ehrlich dabei sein und bei dem Partner die tollen Seiten sehen. Was dabei wichtig ist, ist die Bereitschaft, sich selbst und den anderen neu zu entdecken und keine Forderungen zu stellen.

Wenn ich in Du-Botschaften verwende, zum Beispiel „DU kannst nicht blasen“, dann übe ich bereits bewusst und unbewusst Druck auf den Anderen aus und gebe auch die Verantwortung an mein Gegenüber ab. Hier hilft es sehr, für mich selbst und für meine Situation die Verantwortung zu übernehmen. Besser ist hier, in Ich-Formulierungen zu verwenden und seine Bedürfnisse zu formulieren.

Wie kann man sexuelle Probleme in der Partnerschaft ansprechen, ohne Druck auszuüben

Ein schöner und liebevoller Weg, um seine Bedürfnisse zu entdecken und heraus zu finden,  ist es Fragen zu stellen: Was braucht es, damit ich das Gefühl habe, jemand kann gut blasen? Was genau ist mein Bedürfnis, um das Blasen als schönes Erlebnis wahrzunehmen? Mehr Druck? Mehr Zunge? Sanfte Bewegungen?

Wer sich selbst gut kennt und weiss, was genau seine Bedürfnisse sind, kann dann sehr genau dieses Wissen über sich selbst seinem Partner als Wunsch und Einladung formulieren, zum Beispiel „Ich finde es schön, wenn mein Penisspitze sanft mit der Zunge stimuliert wird. Hast du Lust, mir das Erlebnis zu schenken?“.

Doch was mache ich, wenn mein Partner das Bedürfnis nicht erfüllen kann? Wenn der andere meine Phantasien nicht teilt, sich vielleicht ekelt, nicht möchte oder schlichtweg nicht in der Lage ist, mein Bedürfnis zu erfüllen, selbst wenn er es wollte?

Wie kann man sexuelle Probleme in der Partnerschaft ansprechen, ohne Druck auszuüben

Ich halte es für wichtig, an dieser Stelle an seinem Bedürfnis festzuhalten und es ernst zu nehmen. Für die Umsetzung und Erfüllung des Bedürfnisses könnte ein Weg sein, den Partner zu fragen, was er in dem Moment empfehlen würde. Vielleicht gibt es ja auch einen Weg, sich die Bedürfnisse selbst zu erfüllen, bei denen der Partner für die Erfüllung nicht bereit oder nicht in der Lage ist.

Ein anderer Weg, der oft gegangen wird, ist sein Bedürfnis sich im Geheimen zu erfüllen. Die Frage, die sich mir an diesem Punkt allerdings stellt, ist, ob die geheime Erfüllung zu einer vitalen und gesunden Sexualität gehört und zu einem Starken Ich und Wir beiträgt.  Ich persönlich habe mir ein Leben kreiert, in dem ich meine Bedürfnisse offen und ehrlich kommunizieren kann und diese Offenheit auch anderen ermögliche.  Da es in meiner Welt jedoch kein verallgemeinertes Richtig oder Falsch gibt, denke ich, dass diese Frage sich jeder auch nur für sich selbst beantworten kann.

Ich wünsche mir für Euch, dass Ihr hier in dieser kleinen Auflistung von Möglichkeiten Wege für Euch entdecken könnt, Eure Sexualität zu bereichern. Sexualität sollte nichts Angstbehaftetes sein, doch weiss ich aus eigener Erfahrung, dass ein sich wirkliches Öffnen für viele Menschen sich als die grösste Herausforderung darstellt. Ich wünsche mir für Euch, den Mut diesen Schritt zu gehen, ich kann Euch nur sagen: Er lohnt sich, denn es erwartet Euch ein anhaltend befriedigende Sexualität auf der anderen Seite dieser Tür.

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