Trauma-Arbeit, Somatic Experiencing
Sexuelles Trauma – die heilige Wunde heilen
Maladaptive Reaktionen nach Übergriffs-Erlebnissen – und wie sie neu verhandelt werden können
Diana Richardson, Peter A. Levine am 3. und 4. September 2021
- Alkohol und Drogenmissbrauch sind oft Verhaltensweisen entstehend aus sexuellen Traumas.
Diamanten / Theorie
- Ganz oft finden die sexuellen Übergriffe in der Familie statt. Durch Eltern oder nahe Verwandte. Später passiert es dann über Mentoren oder Lehrer.
- Die ödipalen Impulse des Kindes gelten oft Beginns dem gleichen Geschlecht.
Als Mensch dem Menschen helfen, dass er sich allmählich, selbstständig und langsam seiner eigenen Sexualität nähern kann. Der Elternteil der meistens mehr Wärme und Liebe gegeben hat, ist oft auch der, der die Verletzung/ Übergriff gemacht hat. Auch wenn wir eine feste Meinung über einen Elternteil haben.
- Auch wenn ich Informationen bzw. die Geschichte habe, lasse ich diese bei Seite oder im Hintergrund. Ist auch wichtig, nie Informationen preis zu geben. Es ist nicht wichtig, den Fortschritt seit dem letzten Mal preis zu geben.
- Bevor wir an die tieferen Traumas gehen, üben wir Grenzen zu setzen.
- An das Trauma heranführen, jedoch immer auch mit dem Ziel bzw. der Absicht wie war es davor. Wir wollen den Klienten*In nicht im Trauma leiden lassen.
- Sandor Ferenczi, Kollege von Freud bezeichnet das Inzesttabu in der Familie als „Passion Tongue“. Will sagen immer mit der Sprache des Klienten beginnen. Zb. Der Junge möchte der Vater sein, die Tochter die Mutter und redet so. So findet ja auch die Geschlechtsidentifikation statt. Der Bruch in der Schutzschicht führt zur Überforderung, Stress in der Realität. Der Erwachsene versucht dann die Lust als Liebe zu zeigen. Aber das Kind braucht die Liebe. Trauma Ursachen können auch emotionale Vernachlässigung, körperliche Misshandlung und empathische Fehler sein.
- Willhelm Reich, (Buchtipp: Die Funktion des Orgasmus) sprach auch von gesunder Sexualität. Er verfolgte den freien Fluss der Energien im Körper.
- Augenkontakt ist essentiell um Intimität und Vertrauen aufzubauen. Bereits als Kind. Vielleicht ist dort Mangel vorhanden. Beim Scham (wenn es ertappt oder gerügt wurde) beim Kind geschieht zuerst eine Selbstreflektion und danach wird Augenkontakt gesucht.
- Thematik Ekel, Scham, Schuld. Ekel ist der Beginn von etwas das Auftaucht, es kann der Beginn vom Entdecken der Scham sein. Wenn die meisten Partner eine klare Anweisung bekommen, dann würden sie auch tun, was zu tun ist. Mit dem Ekel sein und einfach aushalten.
- WUUAAUU Ton hilft, den inneren Raum zu öffnen.
- Der Atem ist die Verbindung zur Lebendigkeit. Es war das Erste, was Du bei Deiner Geburt gemacht hast. Wenn wir ausgerichtet sind, dann hilft uns die Atmung nach oben und nicht unten.
- Die Geschichte mit der tiefen Depression des jungen Mannes, der Übungen und psychologischen Gespräche in die Tiefe und er kam immer mehr in dunklere Räume. Er begann mit SE einfach zu fühlen und der Coach führte ihn ins Becken, einfach nur zu fühlen.
- Filmtipps:
- 1918, 2 Menschen wurden interviewt in Bezug auf Ihre Behandlung von Freud.
Die Frau wurde wegen Misshandlung behandelt, der Mann unterdrückte seine homosexuellen Impulse.
(Nirgends gefunden).
- When the Moment sings. The Muse within, 1996 Norwegischer Film.
Scham – Shame und Ekel gehören zusammen
- Die Haltung, Der Kopf, Oberkörper sinkt langsam, der Augenkontakt geht weg und der Kopf dreht sich weg. Atem stockt. Diese Haltung ist eine essentielle im Somatic Experiencing.
Collapsed /
90% der Schambekenntnis bzw. Sprache geschieht Nonverbal.
- Übung: Um den Vagusnerv zu stimulieren, langsam einatmen, mit dem Ausatmen „WUUAAUU“ singen, solange es geht. Wiederholen, wiederholen, wiederholen. Der spontane Atmen steht im Zentrum des sinnlichen Gewahrseins. Das ist essentiell für eine gesunde Sexualität.
- Beim Schamgefühl schauen die Augen oft auf die Seite.
- Scham ist eine ganz wichtige soziale Emotion. Zb. Wir sollten eine Freund treffen, sind aber verspätet. Dann sollten wir uns schämen, weil dann zeigen wir Seriösität und anerkennen, dass wir den anderen verletzt haben. Wenn sie sich nicht entschuldigen, kann sein dass sie ein sehr grosses Gefühl von Scham haben. Weil wenn sie sich entschuldigen würden, würden sie sehen, dass sie sich schämen.
Grenzen setzen ist für die Intimät wichtig.
- Wenn Du klare Grenzen hast, kannst Du auch erlauben, dass jemand reinkommt. Diese klaren Grenzen erlauben auch Intimität.
- Übung: In die Sätze und immer wieder die WUUAAUU Gesang.
- Übung: Im Stehen vis a vis Stehen und mit den Armen die Grenzen fühlen und den WUUAAUU Gesang. Vielleicht kann man die Grenzen auch via Augen ausschicken. Vielleicht mit dem Satz: „Das sind meine Grenzen, Du darfst nicht näher kommen, es sei denn, ich lade Dich dazu ein“.
Wie kann man mit einem sexuellen Trauma umgehen.
- Erzähl mal, was hättest Du denn gerne: Was hier passiert?
- Was glaubst Du denn was denn nützlich sein könnte für Dich und uns?
- Übung: Hände zusammen und in die Hände spüren. Was spürst Du?
„Verbindung, zwischen den Beiden, dass die zusammen gehören, sind beide ähnlich.
Fast wie Yin und Yang. Welches ist Yin und welches Yang?
- Was passiert wenn Du die Worte: „Ich komme heim, es war eine lange Reise und jetzt komme ich heim“ sagst?
- Die Übung auf dem Medizinball. Kleine Bewegungen finden, die den Beckenboden unterstützen. Dann nochmal „Ich komme heim, zu diesem kostbarsten Teil von mir selber.“
- Das Dreieck vorstellen. Die Füsse auf dem Boden, der Beckenboden unterstützt und das Kronenchakra als Spitze.
- Die Sicherheit kommt vom Atem.
- Es war eine lange Reise und endlich bin ich zuhause. Endlich bin ich zuhause an diesem heiligen Ort.
Diana:
Diamanten bzw. Essenzen
- Hattest Du das erste Mal Sex, bevor Du Sex hattest oder hast Du zuerst Sex gesehen bevor Du das erste Mal Sex hattest?
- Der Körper ist die einzige Brücke in die Gegenwart!
- Bedenke die innere, goldene Linie nach oben, nach unten, damit die innere Heimat finden, wo es sich warm und einfach und gut anfühlt.
- Regelmässig beim Hinsetzen, die Pobacken 45 Grad auseinanderziehen. Die Körperempfindungen werden sofort verstärkt.
- Suche auch beim Liebe machen immer wieder Stellen die angespannt sind und entspanne sie. Beim Liebe machen ständig wieder den Körper beobachten.
- Langsamer Sex = bewusster Sex.
Wenn Du langsamer wirst, wirst Du bewusster und empfindsamer.
Mehr tantrische Tipps und Infos von Diana Richardson findest Du im Artikel Slow Sex.
Author: Tobias
Publiziert am 5. August 2021
Ergänzt am 9. September 2021